Das Besondere am Fernstudium ist die hohe Eigenverantwortung. Ohne feste Vorlesungszeiten oder regelmäßige Präsenzveranstaltungen kann es herausfordernd sein, sich selbst zu organisieren. Hier kommen Routinen ins Spiel: Sie helfen, Struktur in den Alltag zu bringen und das Lernen zur Gewohnheit zu machen.
Wer beispielsweise jeden Tag zur gleichen Zeit lernt oder feste Lernblöcke einplant, reduziert die Gefahr von Prokrastination und sorgt dafür, dass das Studium nicht zwischen Beruf, Familie und anderen Verpflichtungen untergeht. Doch wie lassen sich Routinen gezielt im Fernstudium etablieren?
8 Tipps zur Etablierung von Routinen im Fernstudium
- Feste Lernzeiten einplanen:
Am besten plant ihr euch in der Woche feste Zeitfenster für euer Fernstudium ein. Idealerweise gibt es eine Tageszeit, in der ihr besonders produktiv seid und von der ihr wisst, dass ihr in dieser Zeit nicht von beruflichen oder privaten Verpflichtungen gestört werdet.
- Einen festen Lernort wählen:
Ob am Schreibtisch zuhause, in der Stadtbibliothek oder in einem Café – ein gewohnter Ort kann helfen, das Gehirn auf „Lernmodus“ umzuschalten.
- Pausen einbauen:
Kurze Pausen nach 45-60 Minuten helfen, die Konzentration aufrechtzuerhalten. Die Pomodoro-Technik (25 Minuten lernen, 5 Minuten Pause) kann beispielsweise auch eine effektive Methode sein.
- Die Lernroutine mit anderen Routinen verknüpfen:
Wenn ihr andere Routinen mit eurer Lernroutine verknüpft, fällt es euch leichter, diese einzuhalten. Das wäre zum Beispiel das Lernen nach dem ersten Kaffee am Morgen oder die Gewohnheit, nach dem Lernen eine Runde spazieren zu gehen oder sich eine bestimmte Lieblingsschokolade zu gönnen.
- Regelmäßige Reflexion:
Am Ende der Woche raten wir euch, kurz zu überprüfen: Welche Routinen funktionieren gut, welche müssen angepasst werden? Denn eins ist wichtig: Routinen sollen Stress reduzieren und nicht zu noch mehr Stress führen!
- Den Tag mit einer To-Do-Liste starten:
Im Leben und im Fernstudium läuft nicht jeder Tag gleich. Deshalb hilft eine klare Übersicht über eure täglichen Aufgaben euch dabei, den Fokus zu behalten.
- Regelmäßige Bildschirmzeiten und Social-Media-Nutzung festlegen:
Während bewusster Lernphasen sollte euer Handy sowie andere Ablenkung tabu sein. Auch das hilft euch, eure Routinen einzuhalten.
- Einen festen Abendabschluss setzen:
Nicht nur die Lernroutine ist wichtig, sondern auch eine wohltuende Abendroutine. So freut ihr euch schon während ihr am Schreibtisch sitzt auf die danach anstehende Freizeit. Egal, ob ihr den Abend auf dem Sofa verbringt, Freund:innen trefft oder zum Sport geht: Was hierbei zählt ist nur, dass eure Aktivität euch entspannt und euch eine gedankliche Pause vom Fernstudium verschafft.
Die Vorteile von Routinen im Fernstudium
Eine gut eingespielte Lernroutine bringt viele Vorteile mit sich, auf die wir nochmal explizit eingehen möchten. Einerseits führt sie zu mehr Effizienz. Denn wer regelmäßig lernt, muss sich nicht jedes Mal neu motivieren – das Lernen wird zu einer Selbstverständlichkeit. Damit einher geht auch, dass das Lernen nicht mehr so starken Stress verursacht, denn Routinen führen auch zu mehr Balance im Alltag und helfen so dabei, das Fernstudium, den Beruf und private Verpflichtungen besser miteinander zu vereinbaren.
Darüber hinaus können die regelmäßigen Wiederholungen und festen Lernzeiten das langfristige Behalten von Informationen und den nachhaltigen Aufbau von Wissen fördern. Das nützt euch auch bei der Prüfungsvorbereitung und sorgt dabei für weniger Druck. Ein weiterer Pluspunkt von einer Lernroutine ist die verbesserte Selbstorganisation: Wer feste Abläufe etabliert, gewinnt mehr Zeit für andere Lebensbereiche.
Routinen als Schlüssel zum Studienerfolg
Im Fernstudium können Routinen ein wichtiger Faktor für den langfristigen Studienerfolg sein. Wer es schafft, feste Lernzeiten und strukturierte Abläufe in den eigenen Alltag zu integrieren, wird nicht nur effektiver, sondern auch entspannter studieren und damit auch automatisch mehr Freizeit haben. Wir hoffen, unsere Tipps helfen euch dabei, neue Lernroutinen aufzubauen und diese auch langfristig zu erhalten.